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Lichtstreifen in der Hamburger Speicherstadt

 Wenn Sie in Sachen Fotografie unterwegs sind, kennen Sie das vielleicht auch: Sie haben sich soeben bestens positioniert- das Stativ steht fest, die Kamera ist ausgerichtet, das Licht passt wunderbar es ist kaum jemand unterwegs. Und dann-woooshhh- ist er da, der einzige Bus weit und breit quert die Straße, oder die Taxen, die alle 3 Minuten vorbeikommen (natürlich nehmen sie diesen Weg), um die Partypeople aus der Speicherstadt nach Hause zu fahren. Was war ich doch schlimm genervt, dass mir die Aufnahme nicht wie vorgestellt in den Kasten kommt.

 

Ich habe vor ca. zwei Jahren angefangen, den für mich langersehnten Traum zu erfüllen, Hamburg fotografisch zu erobern. Natürlich stand das Weltkulturerbe Speicherstadt ganz oben auf der Liste. Also stand ich freudig auf der Wandrahmfleetbrücke und löste in Langzeitbelichtungseinstellung die Kamera aus. Und...es kam natürlich, wie es nicht kommen sollte...der erste Bus rauschte vorbei. Noch einmal auslösen...wie schön...ein Auto.... Das habe ich dann noch ein, zweimal praktiziert und einen anderen Weg gewählt. Ich integrierte den Bus mit seinen Lichtern einfach mit ins Bild. Inzwischen sind diese Motive gang und gebe und ich feile auch immer noch an den Umsetzungen. Dennoch finde ich solche Erlebnisse sehr spannend, denn sie machen den Kopf frei, um zu überlegen, was ich aus der Situation machen kann. Das passt hier und lässt sich sehr gut auch in anderen Situationen im Leben umsetzen. Und wenn es richtig gut läuft, kann ich darüber lachen, dass mir wohl an diesem Tag kein Mensch eine ruhige Aufnahme gönnt. Bei diesem Shot in der Speicherstadt letzte Woche am St. Annenplatz habe ich mich über die Durchfahrt dann auch sehr gefreut und nicht mehr geärgert.

 

Durchgangsverkehr in der Speicherstadt Hamburg

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